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WHO-Studie zum Bewegungsmangel

Man stelle sich vor...

 … nur etwa 16 % aller Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren bekämen in deutschen Schulen den für ihre Bildung als notwendig erachteten Mindest-Stunden-Umfang in Mathematik. Die andere ca. 84% der Kinder müssten mit einer eklatanten Mathematik-Unterversorgung ihre Schullaufbahn bestreiten. Ein Aufschrei ginge durch die Bevölkerung. Elternvertreter gingen auf die Barrikaden. Nachhilfeagenturen stießen an ihre Kapazitätsgrenzen. Schuldirektoren schrieben Brandbriefe an die zuständigen Kultusministerien. Die Industrie würde ihre fähigsten Lobbyisten ins Feld führen, um Einfluss auf die Politik zu nehmen. Und die Politik selbst müsste sich messen lassen an der Behebung dieses Notstandes. Mittel würden kurzfristig freigestellt, Notfallpläne erarbeitet. Man stelle sich vor…


Nur etwa 16% aller Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren bewegen sich in Deutschland laut WHO ausreichend, um gesundheitliche Folgeschäden – wie Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw. -  abzuwenden. 60 Minuten  tägliche Bewegungszeit empfiehlt die WHO. Also: ca. 84% aller Kinder und Jugendliche in Deutschland bewegen sich nicht einmal 1 Stunde am Tag.

Schon seit Jahren fordern die Sportverbände vergeblich die dritte Sportstunde in der Schule. Schon seit Jahren versucht die SpoGe, genügend Hallenkapazitäten für die Filderstädter Sportvereine zu gewinnen. Brandbriefe scheint es da, wo es um die gesunde Entwicklung von Kindern geht nicht genügend zu geben.

Die SpoGe hat sich schon immer die Bewegungsförderung von Kindern und Jugendliche auf die Fahnen geschrieben. Nicht nur in den Mitgliedsvereinen wird vieles getan, um Kinder und Jugendliche zum Sporttreiben zu bewegen. Auch wir hauptamtlich Tätigen in der Kindersportschule (KiSS) und der Sportkindertagesstätte versuchen Kinder schon frühzeitig für Bewegung zu begeistern. Mit dem Konzept der sportartunspezifischen und breit angelegten Bewegungserziehung wollen wir die Kinder in ihrem Bewegungsdrang unterstützen. Wir wollen sie impfen mit der Lust an Bewegung und so den Grundstock legen, für eine lebenslange Motivation zu Sport und Bewegung.

 

Allerdings ist allein der Schul- und Vereinssport und die Bewegungszeit in der KiSS oder der Sportkindertagesstätte nicht in der Lage die Misere zu beheben. Wir erinnern uns: 84% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland bewegen sich nicht einmal 60 Minuten am Tag. Ohne die Eltern, ohne eine grundsätzliche Verankerung von Bewegung im Alltag, sind alle Bemühungen vergeblich.

 

Man stelle sich vor, alle Kinder und Jugendliche kämen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule.15 Minuten hin, 15 Minuten zurück und die Hälfte der geforderten Bewegungszeit wäre schon erreicht.

Man stelle sich vor, Aufzüge und Rolltreppen blieben öfter unbenutzt. Im einzelnen Fall scheint das nicht viel auszumachen, ändert aber den Blick auf Bewegungsmöglichkeiten im Alltag.

Man stelle sich vor aktives spielen in Wald, Wiese und „auf der Gass“ würde den Kindern erlaubt, ermöglicht und sogar gefordert. Der elterliche Fokus würde sich verschieben von ängstlichem Kontrollverhalten zu vertrauensvollem Zutrauen in die Fähigkeiten der Kinder.

Man stelle sich vor, unser aller Leben wäre weniger stark auf den motorisierten Verkehr ausgelegt und das Auto bliebe auch für Strecken über einem Kilometer in der Garage.

Man stelle sich vor, dass die Erwachsenen den Kindern ein positives, bewegtes Vorbild wären.

Man stelle sich vor…



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